Dresden Mai 2026
Wir waren in Dresden. Ich zum ersten Mal, Aki weiß nicht mehr zum wievielten Mal. Und trotzdem ist die Stadt für sie kein alter Hut. Für mich sogar ein neuer und ein besonders schicker dazu!
Wir haben uns in der Altstadt einiges angeschaut: Zwinger (pompös), Semperoper (prunkvoll), Frauenkirche (komplett restauriert!), Schoko-Laden (schokoladig?!). Was soll ich dazu noch sagen, was nicht an anderer Stelle besser, blumiger, mit mehr Expertise bereits gesagt wurde? Uns hat es gut gefallen vielleicht. Die Hunde hatten eine gute Zeit finde ich auch wichtig zu erwähnen. Das Wetter war richtig gut, sodass wir im T-Shirt die Altstadt erkunden konnten hat bestimmt auch nicht jeder. Aber die ganzen Ahs und Ohs beim Anblick der Architektur, der Kunstfertigkeit, des Prunks und Ptotzes, das kennt bestimmt jeder der schon einmal in Dresden war. Das ist okay, ich gönne es euch. Und uns.
Was eventuell nicht jeder macht ist ein Bummel durch die Neustadt: Vorbei am Goldenen Reiter (Ah, Oh), über den Albertplatz mit den Brunnen von Robert Diez, die mit fantastischen Wesen dekoriert sind (wieder Ah und Oh) und dann die Alaunstraße entlang auf der Suche nach einem schönen Restaurant. Hier reiht sich Gemülich an Extravagant an Rustikal an Es-Sieht-Alles-So-Lecker-Aus! Ein Stadtbummel in der Sonne macht wirklich hungrig. Wir entschieden uns für ein vietnamesisches Restaurant: Suppe vorweg, Reisgericht mit Gemüse, Tofu und Soße als Hauptgang. Dazu Mango-Lassi bzw. Minz-Limetten-Honig-Tee. Wären wir in der Altstadt eingekehrt hätten wir bestimmt “vorzüglich” gesagt. Bei uns heißt es jetzt einfach “reingehauen!”.
Zum Essen gab es noch musikalische Untermalung. Pünktlich zur Suppe kam die jährliche Antifa-Demo bei uns vorbei. Ein langer, wirklich sehr langer Zug, viele mit Fahrrädern, immer mit lauter Bassmusik. Keine Transparente, keine Fahnen, keine Forderungen. Alles friedlich und fröhlich. Und wir beim Essen. Für die Hunde, die noch mit dabei waren, hätte es bestimmt etwas ruhiger sein können. Aber sie haben die Ruhe bewahrt, sich unter unserem Tisch versammelt und dankbar die eine odere andere kleine Bestechung entgegengenommen. Man tut, was man kann.
Den Abend haben wir beim Akustik-Konzert von Subway to Sally ausklingen lassen. Dort war sehr gute Stimmung. Ein Konzert im sitzen, genau das richtige nach dem langen Tag auf den Beinen. Und das Beste: Unsere Unterkunft war die Straße runter. Zwei Minuten zu Fuß. So entspannt waren wir noch nie bei einem Konzert. Es ist spät geworden. Am nächsten Morgen geht es los nach Kroatien. Zehn Stunden Fahrzeit nach Istrien, dafür brauchen wir den Schlaf. Dresden, wir werden dich (weiterhin) in guter Erinnerung behalten!