Malenica und Batoniga
Unser heutiger Ausflug war wieder eine Wanderung in der Natur. Die Flüsse Malenica und Butoniga vereinen sich und fließen gemeinsam in einer wirklich atemberaubenden Schlucht. Doch dort mussten wir erst einmal hinkommen.
Der Start war noch recht gemächlich: Durch den Wald, an Wiesen vorbei, immer bergauf und wieder bergab. Wir waren ein gutes Stück weiter nördlich von Pazin, bei Grdoselo und dort ist es schon bergiger.
In einem kleinen Ort, den wir durchquerten, begleitete uns wieder ein freilaufender, großer Hund. Er war freundlich den Hunden gegenüber, bei uns aber skeptisch. Am Fluss blieb er dann zurück und ließ uns ziehen.
Die Umgebung des Flusses war wieder dicht bewachsen, fast dschungelartig, wie auf unserer ersten Wanderung in Istrien. Alles war grün, bemoost, Schlingpflanzen hingen von den Bäumen. Der Weg war matschig, aber in der Regel noch gut gangbar. An einigen Stellen waren Seile zwischen den Bäumen angebracht, an denen wir uns festhalten konnten, gerade wenn es steil und rutschig wurde.
Leider war der Weg nicht immer komplett markiert oder befestigt, sodass wir an manchen Stellen genau aufpassen mussten, damit wir nicht den Hang hinunter rutschten. Aber es lohnte sich!
Unten am Fluss erwartete uns eine tolle Kulisse: Ein kleiner Wasserfall, der in ein Becken im Karst fiel. Helles, klares Wasser, glattgewaschene Steine. Wir verweilten eine Zeit, bevor wir uns an den letzten und schwierigsten Abschnitt der Wanderung machten.
Insgesamt war auf der ganzen Strecke Trittfestigkeit gefragt, aber in der Schlucht, die wir für den Rest der Wanderung entlanggingen, immer dem Fluss folgend, waren einige sehr glitschige Felsen, die wir passieren mussten und einige kurze Passagen, in denen wir am Karst empor oder herab klettern mussten.
Dem schlängelnden Flusslauf folgend, immer dicht bewachsenen Karst auf beiden Seiten, gingen wir um jede Biegung und kamen aus dem Staunen nicht heraus: Eine Stelle war schöner als die andere. Felsen, über die das Wasser in kleinen Wasserfällen plätscherte, tiefe Löcher im Karstigen Flussbett, ausgewaschene Aushöhlungen und Überhänge, weiße runde Steine.
Als es schließlich an den Aufstieg zum Parkplatz ging, waren wir erschöpft aber glücklich!