Piran
Als wir aufgebrochen sind in den Süden hätten wir nicht gedacht, dass wir Probleme mit dem Wetter haben würden. Bisher war es durchwachsen, heute leider sehr regnerisch und kühl. Die letzten Tage sind wir dem Regen ausgewichen und immer in den Teil Istriens gefahren, der möglichst wenig rengerisch war. Laut Regenradar wäre das heute nicht möglich gewesen.
Die Lösung: Slowenien! Direkt nördlich von uns hat das Nachbarland eine Mittelmeerküste in der Adria. Dort sollte es ab Mittag regenfrei sein.
Etwa eine Stunde fuhren wir nach Piran, einer von drei wichtigen Städten im slowenischen Istrien. Sie liegt an der Spitze einer Bucht, von der aus man nach Süden die kroatische Küste, nach Nordwesten Triest in Italien und nach Norden die Dolomiten sehen kann. Dazwischen liegt blau und weit die Adria. Insgesamt ein einzigartiger und ganz besonderer Ausblick.
Piran selbst erinnerte uns an Rovinj: Eine kleine, alte Stadt auf einem Hügel, alte Kirchen, alte Häuser, enge Gassen. Auch hier waren schon die Römer und die Venezier, auch Piran ist offiziell zweisprachig: Slowenisch und Italienisch.
Anders als in Rovinj erschienen uns die Touristen. Die Stadt wirkte internationaler, es waren zwar einige deutschsprachige Touristen hier, aber auch Franzosen, US-Amerikaner, Inder, Italiener und auch einige Touristen aus Asien. Dadurch entstand ein buntes Potpouri, das uns sehr gefiel.
An der Spitze der Stadt beim Leuchtturm setzten wir uns ans Wasser und aßen ein Eis. Von hier konnte man Triest und die Dolomiten sehen, die Weite der Adria und die Höhe der Berge in der Ferne bestaunen.
Anschließend bummelten wir noch durch die Altstadt. Hier war mehr Leerstand als in Rovinj. Trotzdem sah alles mediterran und freundlich aus. Die Menschen wirkten entspannt, selbst die Touristen wirkten gelöster.
Den Hunden gefiel es auch. An der Küste entlang führte ein schöner Weg mit der felsigen Steilküste rechts und dem Meer links, getrennt von uns durch einen steinigen Strand. Große und kleine Steine lagen hier, Abbrüche aus der Felswand, manche eckig und frisch, andere bereits rund geschliffen von der Brandung.
Zum Abschluss aßen wir in einem kleinen Restaurant. Der italienische Einfluss war deutlich spürbar: Es gab selbstgemachte Nudeln, Risotto und Pizza, aber auch viel Fisch. Wir entschieden uns für Wolfsbarsch und Risotto.
Satt und sehr zufrieden mit unserer Entscheidung, Slowenien einen Besuch abzustatten, fuhren wir in das heute verregnete Kroatien zurück. Ab Morgen soll das Wetter besser werden. Wir werden in eine andere Unterkunft direkt an der Küste in Porac ziehen. Bestimmt können wir dort doch noch im Mittelmeer baden.