Pula und Porec
Heute war der erste Abschied. Wir räumten unser Apartment und zogen um nach Porec. Es ist schön gewesen im bergigen Zentrum Istriens, mit den kleinen Höfen, den kleinen Äckern, dem Grün.
Bevor es an die Westküste zu unserer neuen Unterkunft ging, fuhren wir noch einmal ganz in den Süden nach Pula. Wir besuchten wieder das Tierheim “Snoopy” und gingen mit zwei anderen freundlichen Hunden Gassi: Rosalia und Boschko.
Rosalia ist ein schöner, schwarzer Hütehund und war begeistert über den Spaziergang. Sie war uns eher zugewandt als Boschko, der gerne am Rand schnüffelte und schaute. Dafür war Boschko ein ruhigerer Geselle. Fast schon gemütlich, aber eben nur fast. Wahrscheinlich ist er ein Terrier-Mix, aber ganz genau können wir es nicht sagen.
Nach etwa einer Stunde in der Natur rund um das Tierheim brachten wir die beiden zurück. Für die Hunde gab es einen Snack, wir fuhren weiter ins Zentrum von Pula.
Die Stadt ist die größte Istriens mit etwa 50.000 Einwohnern und einem nahe gelegenen Flughafen. Und sie fühlte sich auch nach Stadt an: Viele Autos, viele Menschen, viele Häuser. Aber auch kleine Parks, in denen wir im Schatten mit unseren Hunden gehen konnten. Unser Ziel: Die Altstadt.
Pula ist eine der ältesten Siedlungen Istriens. Bereits der Homo Erectus hat hier gelebt vor schätzungsweise einer Million Jahren. Seither ist die Gegend bewohnt, bebaut, bewirtschaftet.
Uns interessierten die römischen Gebäude, vor allem das große Amphitheater, das zu den am besten erhaltenen weltweit zählt. Und es ist wahrlich spektakulär! Ein großes Rund in Mitten der Häuser, in dem weiterhin Ausgrabungen stattfinden. Wir gingen einen schmalen Weg herum und bestaunten die Größe und Architektur.
Aber auch andere Gebäude waren sehenswert: Der Augustus-Tempel ist auch von den Römern erbaut worden und ebenfalls ein Monument. Schön gelegen an einem Platz mit angeschlossenem Park war er pompöser als wir gedacht haben.
Oben auf dem Hügel über der Altstadt steht das alte Kastell, das einen herrlichen Ausblick über Pula und das Mittelmeer bietet. Es ist nicht römisch, aber dennoch sehenswert. Heute ist es komplett als Museum ausgebaut mit vielen Informationen zu seiner und der Geschichte Pulas.
Heute konnten wir uns nicht alles anschauen, was Pula ausmacht und was viele Dichter und Schriftsteller, von Dante Alighieri bis zu James Joyce, inspiriert hat. Wir müssen wohl noch einmal wiederkommen.
In Porec wurden wir diesen Nachmittag freundlich begrüßt. Unsere neuen Gastgeber sind ältere Kroaten mit einem netten Labrador - und einem eingezäunten Grundstück. Die Hunde haben sich gefreut, da sie hier frei unter unserer Aufsicht laufen durften.
Nachdem alles ausgepackt war gingen wir essen. In der Altstadt gibt es einige Restaurants und wir entschieden uns für asiatisch: Ramen und Soba-Nudeln waren köstlich! Satt und glücklich gingen wir zur Unterkunft zurück. Porec ist eine Perle: Wieder kleine schicke Gassen und eine wunderschöne Promenade am Mittelmeer, die zum Verweilen einlädt. Hier werden wir bestimmt eine gute Zeit haben!