Vojak
Was wäre ein Urlaub in den Bergen ohne eine echte Bergwanderung? Genau! Darum bestiegen wir heute den Vojak, den höchsten Berg Istriens mit etwa 1.400 Metern.
Der Ucka-Nationalpark liegt im Osten von Istrien und war eigentlich näher an unserer ersten Unterkunft. Doch wegen suboptimaler Wetterlage mussten wir die Wanderung auf den Gipfel des Vojak immer wieder verschieben.
Heute war es endlich soweit: Wir hatten uns eine schöne Route ausgesucht von etwa 8,5 km Länge und einem Höhenunterschied von 500 Metern. Der Start war beim Poklon-Besucherzentrum, das einen kleinen Parkplatz hatte.
Die erste Etappe führte uns durch ein Waldgebiet. Ein Kuhhirte hatte seine Kühe gerade auf eine der hohen Weiden gebracht. Der Weg war entsprechend zertreten und mit Kuhfladen gesäumt. Die Kühe selbst sahen wieder wie die traditionelle istrische Rasse aus, die wir bereits im Kamenjak-Nationalpark ganz im Süden bei Premantura gesehen hatten.
Nach den Weiden begann die zweite Etappe, auf der es im Wald steil bergan ging. Auf die typischen Serpentinen wurde hier größtenteils verzichtet. Dadurch war der Anstieg insgesamt schneller, aber auch kräftezehrender.
Je weiter wir nach oben kamen, desto felsiger wurde es. Nach einem besonders steinigen Stück öffnete sich der Weg und es wurde für Etappe drei noch einmal flach. Es war wie ein riesiges Palteau, das fast komplett bewaldet war.
Am Rande des Waldstücks war dann der Gipfel in Sicht - und der Rand des Berges mit einer atemberaubenden Aussicht über einen großen Teil Istriens. Beim Anstieg zum Gipfel konnten wir nach Osten tief unter uns Rijeka und ihre Bucht im Mittelmeer sehen, im Westen Teile des Ucka-Nationalparks, Felder und kleinere Städte und im Südwesten vorgelagerte Inseln im Mittelmeer, wie Krk und Cres. Es war unbeschreiblich!
Auf dem Gipfel des Vojak befindet sich ein kleiner Aussichtsturm, der die Aussicht in alle Richtungen noch einmal verbessert. Nachdem wir uns satt gesehen hatten setzten wir uns an seinem Fuß auf eine Bank und aßen unseren Proviant.
Der Abstieg war entspannter. Serpentinen führten durch den Wald zurück zum Parkplatz. Es war deutlich weniger felsig und steil als auf dem Aufstieg. Als wir beim Auto ankamen waren wir erschöpft und glücklich. Wandertage gefallen uns immer besonders gut, gerade wenn sie eine so tolle Aussicht bieten wie der Vojak.